Geschichten und Gedichte von Franz Lorber

Vorlesung

                                                   

Lesungen zur Heimatgeschichte, sowie Märchen und Gedichte von Franz Lorber am Freitag, den 12.09.2008 14.00 in der Bibliothek Schmiedeberg anlässlich der Jubliäumswoche:

         "100 Jahre Mittelschule Schmiedeberg 1908 - 2008"

 

                                            Buchlesung         

Eröffnung und Begrüßung von der Bibliothekarin Frau Sabine Lötsch zu Beginn    meines Lesenachmittags. Ich muss mir selbst eingestehen, dass ich zu Beginn dieser Veranstaltung mächtiges Lampenfieber hatte. Waren es doch schon einige Jahre her, seit ich mit meinen literarischen Arbeiten an die Öffentlichkeit getreten war. Nach außen hin gab ich mich gelassen, aber die ruhigen Worte von der Bibliothekarin gaben mir doch etwas Sicherheit.

 

                                                                                                                       

                                                  Buchlesung  

 

                                                 "Liebe Literaturfreunde!

Auch ich möchte Sie herzlichst begrüßen und ich hoffe, dass ich Ihnen etwas Kurzweil und bisschen Freude bereiten kann, mit einigen ausgewählten Geschichten, Gedichten und Märchen, die sich im Laufe der vielen Jahre angesammelt haben. Nunmehr habe ich 24 Bücher verfasst und geschrieben, überwiegend in ungeschlafenenen Nächten."

  

                                                                

                                                          

Buchlesung                                 Buchlesung

 Meine "Verwehten Spuren" und "Geschichten vom Jungsein und Älterwerden", liegen obenauf und sind der Anfang meiner Vorlesung. Zuvor eine kurze Erläuterung über die Vertreibung aus meiner Heimatstadt Graupen, dem jetzigen Krupka. Der erste Teil meines Vortrages beschäftigt sich mit traurigen und lustigen Episoden aus meiner Schulzeit.

1. Schulzeit: Volksschule zu Graupen                  1940 bis April 1945

2. Schulzeit: Tschechische Volksschule                1945 bis 1946

3. Schulzeit: Zweiklassige Schule in Poggendorf    1946

4. Schulzeit: Grundschule zu Kipsdorf                  1947 bis 1949

Auf Grund des vielen Schulwechsel waren meine Schulleistungen zwar ausreichend, jedoch nicht so erfolgreich, wie die meiner ein Jahr älteren Schwester Thea. Sie hatte eine bedeutend leichtere Auffassungsgabe, wie ich. Auch fiel ihr die Integration in die verschiedenen Klassenkollektive leichter als mir. Die letzten 3 Jahre in der Grundschule Kipsdorf gehörten zu meinen glücklichsten Schuljahren, weil ich dort einen echten Freund, meinen Blutsbruder Achim Reimann, kennenlernte und meine abenteuerliche Freizeit mit ihm verbrachte. 

Episoden aus meiner Schulzeit ... Beim Vorlesen dieser Abschnitte hat mir wohl etwas die Stimme versagt und gezittert. Einige lustige Begebenheiten aus meiner Schulzeit:            

- Meine erste Kinderliebe mit dem Mecklenburgischen Bauernmädel Bärbel       mit Sommersprossen im Gesicht und rotblondem, hochgebundenem Zöpfen.

- Klassenlehrer Schmittchen, der Ohrenlangzieher.

- Spatzenjagd im Pferdestall.

- Prügelei mit dem Bemmenmauser Achim.

   

 

 Gespannt, manchmal mitfühlend traurig, aber doch überwiegend belustigt lauschten die Zuhörer meinem Vortrag, der doch mitunter gespickt war, mit humorvollen Abenteuern aus der Sicht eines Zwölf- bis Vierzehnjährigen Lausbub.

 

                                                     Buchlesung       

 

 

 

 

                                                                     Vorlesung

 

 Auch meine Gedichte und Märchen wurden mit großer Aufmerksamkeit aufgenommen. Meine Frage an die Zuhörer:

"Darf ein vierundsiebzig-jähriger Poet noch über die Liebe schreiben?" Diese Frage löste ein allgemeines Lächeln aus. Besonders gefielen die Gedichte:

"Sonne und Mond", sowie das Gedicht "Fata Morgana im Park"

 Die Geschichte für Kinder und Erwachsene : "Ein Bernsteinmärchen bekam ebenfalls riesigen Applaus.

Auch die Märchen aus meinem ersten Märchebuch: "Wenn Großvater erzählt ...", illustriert von Frau Bärbel Lange und druckfertig vorbereitet von meinem Freund Herrn Prof.Dr.Adolf Heger fanden großen Anklang.                                                            

Ganz sehr begeistert war besonders die Englischlehrerin der Schmiedeberger Schule.

Mit einen schönen Blumenstrauß und persönlichen Worten, bedankte sie sich im Namen der Schule. "Ihre Lebensgeschichte muss ich unbedingt lesen ..."

 

                                                 

 

Nach fast zwei Stunden, die Zeit war wie im Fluge verflogen, war meine Literaturstunde dem Ende zugegangen und ich versprach: "Ich komme wieder ..."

 

                                    Buchlesung

 

 Abschließend bedanke sich die Bibliothekarin Frau Sabine Lötsch ebenfalls mit einem Blumenstrauß für meinen Literaturvortrag aus dem eigenen Nähkästchen   und auch ihr musste ich versprechen, bald einmal wieder zu kommen. Ihre Worte wirkten wie Honig in meine Seele ein und ich selbst war davon überzeugt, dass es nicht das letzte Mal gewesen ist ...

 

 

                                                     Vorlseung